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Köstliche Food-Fotos

Tipps & passendes Equipment, um köstlich angerichtete Gerichte ansprechend in Szene zu setzen

Lebensmittel und Gerich­te schmackhaft und professionell in Szene zu set­zen, erscheint be­liebter denn je. Wirft man zum Beispiel einen Blick auf Instagram, springt einem mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit schon nach kurzer Zeit eine Food-Auf­nahme vom Bildschirm entgegen und auch viele Profifotografen bie­ten immer häufiger perfekt inszenier­te Food-Fotos in ihren Portfolios an. Die Food-Fotografie ist nämlich nicht nur ein Fotogenre, das du ohne großen Aufwand direkt ausprobieren kannst, eine Menge Spaß bringt und deine Kre­ativität fördert, sondern mit Übung und Fleiß auch zu bezahlten Aufträgen füh­ren kann.

Damit der Anblick deiner Food-Auf­nahmen das Wasser im Mund der Be­trachter zum Zusammenlaufen bringt, schenken wir dir einen Einblick in die Grundlagen der professionellen Food-Fotografie. Erfahre, welche Ausrüstung du für einen erfolgreichen Start in die Le­bensmittelfotografie benötigst, wie wichtig passende Requisiten für ein wirkungsvolles Motiv sind und wie du Gerichte schmackhaft anrichtest.

Perfekt ausgerĂĽstet ans Set

Um erfolgreich durchzustarten, gilt es, die passende AusrĂĽstung zusammenzustellen.

Um gelungene Food-Fotos zu kreieren, benötigst du keine spezielle Ausrüstung. Entscheidend ist, eine hochwertige Kamera zum Fotografieren zu verwenden sowie das passende Objektiv für das jeweilige Motiv zu wählen. Vollformatkameras bieten dir eine bessere Schärfentiefe und können Bildrauschen bei schwachem Licht in Innenräumen besser unterdrücken. Während sich Makrolinsen besonders gut dafür eignen, um nah an Motive heranzugehen und einzelne Elemente und Details in Szene zu setzen, bieten dir 50-mm-Festbrennweiten mit beispielsweise einer Offenblende von 1,8 die Möglichkeit "mehr Kontext" einzufangen und Hintergründe in Unschärfe zerfließen zu lassen.

Wirkungsvolle Ergebnisse kannst du sowohl mit natürlichem als auch mit künstlichem Licht erzielen. Kunstlicht kommt meist zum Einsatz, um zu dunkle Innenräume aufzuhellen. Greifst du auf künstliches Licht zurück – egal, ob Dauer- oder Blitzlicht – empfehlen wir dir, eine Softbox zu verwenden, um das harte Licht weicher zu gestalten, Schatten auszugleichen und Kontraste zu reduzieren. Experimentiere zudem mit Reflektoren, um mehr Licht in die Schatten zu bringen.

Kamera
Verwende eine Systemkamera mit manuellem Modus und Blendenpriorität. Vollformat-Modelle mit größeren Sensoren eignen sich hierbei besser für schlechte Lichtverhältnisse und die Erstellung von größeren Ausdrucken.

Hier eine Auswahl an Kamera-Empfehlungen

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Festbrennweite 50 mm
Ein Objektiv mit 50 mm ist die perfekte Brennweite für breitere Ansichten mit Kontext, bei denen du mehr Requisiten einbeziehen möchtest. Achte zudem auf eine große maximale Offenblende.
Makro-Objektiv
Eine Makrolinse eignet sich perfekt, um einzelne Elemente oder Details in den Fokus zu setzen. Wähle eine Makrolinse mit Vibrationskompensation, um auch freihand fotografieren zu können.
Reflektor
Reflektoren sind wunderbare Hilfsmittel, um Schatten ein wenig aufzuhellen und zu verhindern, dass deine Aufnahme zu dunkel und düster wirkt. Experimentiere hierbei auch mit goldenen und silbernen Oberflächen.
Stabiles Stativ
Food-Fotos werden oft in Innenräumen festgehalten und verlangen aufgrund des schwachen Lichts etwas längere Verschlusszeiten. Fotografiere mit einem Stativ, um scharfe Bilder zu garantieren. Außerdem hast du dann beide Hände frei, um dein Bild zu komponieren und die Lebensmittel innerhalb des Ausschnitts in Ruhe anzurichten. 

 

NatĂĽrliches Licht nutzen
Nutze natĂĽrliches Fensterlicht und modifiziere es mit einfachen Mitteln.
Während Profi-Food-Fotografen für einen Auftrag oftmals an eine bestimmte Location gebunden sind und aufgrund schlechter Lichtverhältnisse vor Ort deshalb auf Kunstlicht zurückzugreifen müssen, kannst du für deine ersten Schritte in der Food-Fotografie den Ort zum Fotografieren frei auswählen. Besonders schöne Ergebnisse erzielst du, wenn du natürliches Licht nutzt, das durch ein Fenster auf die Szenerie fällt. Halte also Ausschau nach einem Ort, der durch Fensterlicht beleuchtet wird und überlege dir im nächsten Schritt, wie die endgültigen Bilder aussehen sollen und wie du das vorhandene Licht dafür gegebenenfalls anpassen musst. Hartes Licht sorgt hierbei für akzentuierte Schatten und Kontraste, weiches Licht schafft dagegen eine sanfte und gleichmäßige Ausleuchtung.
 
Fällt Licht ausschließlich aus einer Richtung auf dein Motiv, besteht die Gefahr, dass zu harte Schatten entstehen. Um diese auszugleichen beziehungsweise sanft aufzuhellen, platziere einen Reflektor auf der gegenüberliegenden Seite. Möchtest du einfallendes Licht weicher gestalten, solltest du einen Diffusor – zum Beispiel einen halbtransparenten Vorhang – zwischen Fenster und Motiv bringen, um das Licht zu streuen. Große Auswirkungen auf die Bildwirkung haben übrigens auch die Lichtrichtung und Distanz zwischen Lichtquelle und Motiv. Experimentiere, indem du deine Motive bewegst. 

 

 

Nutze natürliches Licht:
Experimentiere mit der Lichtrichtung und der Distanz zwischen Lichtquelle und deinem Motiv, um die wirkungsvollste Ausleuchtung zu
ermitteln.
 
Hartes Licht streuen:
Fotografiere bevorzugt an bewölkten Tagen oder nutze einen halbtransparenten Vorhang oder ähnliches als Diffusor, um zu hartes Licht weicher zu gestalten.
 
Möchtest du ausschließlich mit natürlichem Licht arbeiten, empfehlen wir dir, an einem bewölkten Tag zu fotografieren – die Wolken fungieren hierbei wie eine riesige Softbox und lassen das Licht viel sanfter wirken. Die Praxis zeigt: Die einfachsten Licht-Set-ups sorgen in der Food-Fotografie oftmals für die stimmungsvollsten und natürlichsten Bildergebnisse.
Mit Requisiten arbeiten
Steigere die Wirkung deines Hauptmotivs, indem du passende Requisiten verwendest.
Neben der passenden Kamera-Ausrüstung kommt es in der Food-Fotografie vor allem darauf an, fotogene Hintergründe, Gegenstände und Requisiten zu verwenden, die dein Hauptmotiv stimmungsvoll in Szene setzen. Besonders schöne Requisiten für die Food-Fotografie lassen sich hierbei auf Flohmärkten, in Second-Hand-Läden oder in den Schubladen der Eltern oder Großeltern finden. Leichte Gebrauchsspuren schenken Food-Aufnahmen in der Regel nämlich mehr Charakter und Ausdruck als perfekt polierte Neuware. Halte also stets Ausschau nach großen und kleinen, hübschen Requisiten für deine Food-Fotos und stelle dir ein kleine Sammlung zusammen. 
Mit schönen Requisiten kannst du dein Hauptmotiv in einen passenden Kontext setzen und deinem Food-Foto das gewisse Etwas verleihen. Möchtest du beispielsweise ein einfaches Stück Kuchen in Szene setzen, kann es bereits helfen, es auf einem schönen Teller zu platzieren, eine verspielte Kuchengabel dazu zu dekorieren und es mit etwas frischem Puderzucker und ein, zwei Beeren oder ähnlichem zu bestreuen. Versuche mit deinen Food-Fotos immer eine Geschichte zu erzählen: Soll zum Beispiel ein Laib Brot zum Hauptakteur werden, arrangiere passende Gegenstände und Lebensmittel ins Bild, wie etwa ein rustikales Messer und etwas Butter.
 
Geschichten erzählen:
Schenke deinen Food-Aufnahmen mehr Kontext und Wirkung, indem du passende Requisiten um dein Hauptmotiv herum dekorierst.
 
Hintergründe mit Struktur und Charakter:
Eine Auswahl an unterschiedlichen Hintergründen ist der Schlüssel für ein abwechslungsreiches Portfolio.

 

Das Motiv anrichten
Arrangiere dein Gericht und die Requisiten fĂĽr ein schmackhaftes Ergebnis.
Egal, wie schön dein Motiv ausgeleuchtet und das Bild komponiert ist: Am Ende entscheidet vor allem das Anrichten der Gerichte darüber, wie schmackhaft es auf den Betrachter wirkt. Viele Profi-Fotografen arbeiten deshalb mit Food-Stylisten zusammen – ein Luxus, den sich jedoch nicht jeder leisten kann oder möchte. Das Styling beginnt bereits bei der Wahl der Lebensmittel. Achte beim Einkauf stets darauf, die frischesten Produkte und keine Lebensmittel mit matschigen Stellen oder Dellen einzupacken. Da viele Lebensmittel relativ schnell verderben, gilt es, Hintergrund, Beleuchtung und Kamera-Einstellungen einzurichten, bevor du die Lebensmittel in den Bildausschnitt integrierst. Nutze für die Vorbereitungen Ersatzprodukte oder Gegenstände, die dem Original in Farbe und Form ähneln.
Ein gelungenes Styling zeichnet sich dadurch aus, dass du Requisiten auswählst, die zu deinem Hauptmotiv passen beziehungsweise es ergänzen. Wähle also nicht nur Formen und Texturen, die harmonisch wirken, sondern überlege auch, wie du mit deiner Wahl von Hintergrund und Requisiten reizvolle Kontraste und Ergänzungen erzeugen kannst.
 
Frisch und knackig:
Richte dein Motiv mit frischen Zutaten an und achte darauf, keine Lebensmittel mit matschigen Dellen oder ähnliches zu verwenden. Falls doch, positioniere sie so im Bild, dass die unschönen Stellen nicht zu sehen sind.

 

Feinschliff fĂĽrs Shooting
Verpasse deinem Gericht den finalen Feinschliff, indem du diese Details beachtest.
Teller gerade ausrichten
Ist dein Untergrund uneben und du fotografierst aus der Vogelperspektive, nutze etwas Klebemasse, um den Teller gerade auszurichten. Dadurch fallen die Schatten gleichmäßiger.
 
Gerichte garnieren
Verleihe deinem Gericht das i-Tüpfelchen, indem du es durch eine Garnierung ergänzt, die zu ihm passt, wie zum Beispiel eine Zitronenscheibe auf einem Fisch oder etwas Basilikum auf einer Portion Bolognese.
 
Spritzer entfernen
Hast du das Gericht final angerichtet, entferne zu guter Letzt mögliche Flecken, Spritzer oder Fingerabdrücke an den Rändern der Schüssel oder des Tellers mit einem Küchentuch. 
 
Wir wünschen dir viel Freude beim Ausprobieren und Experimentieren!