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Technik Test: Panasonic Lumix DC-GX880

Was die Lumix DC-GX880 so besonders macht? Sie gehört zu den aktuell kleinsten spiegellosen Systemkameras und eignet sich damit ideal für Schnappschüsse und Reisen mit kleinem Gepäck. Von Thomas Probst

Mit der GX880 hat Panasonic eine handliche und schicke Alltagskamera im Programm, die durch ihre Größe an eine Kompaktkamera erinnert, dank ihrer Wechselobjektive aber deutlich mehr Spielraum bietet. Die lediglich 106,5 x 64,6 x 33,3 Millimeter kleine DSLM kommt in einer edlen Leder-Optik und wiegt inklusive dem kurzen Pancake-Zoom Lumix G Vario 12-32 mm f/3,5-5,6 Asph. gerade mal 337 Gramm. Damit zählt die GX880 zu den derzeit kleinsten Wechselobjektivkameras am Markt. Mit ihrer Größe passt sie problemlos in die Jackentasche und nimmt auch im Reiserucksack kaum Platz weg. Der Nachteil: Das vergleichsweise zierliche Gehäuse ist eher nur was für kleine Fotografenhände.

Quick Facts: Preis: ca. 400 Euro (inklusive Objektiv H-FS12032) Sensor: MFT-Live-MOS mit 16 Mio. Pixel Video-Auflösung: UHD/30p Display: 3,0-Zoll-Touchscreen (1.040.000 Bildpunkte) ISO: 100-25.600 Serienbild: bis zu 10 B/s

Ausstattung: Eine „Immer-dabei-Kamera“ muss heutzutage vor allem selfietauglich sein. Aus diesem Grund hat Panasonic der GX880 ein um 180 Grad nach oben umschwenkbares 3-Zoll-Display verpasst. Da die Kamera bei Selbstporträts meist mit nur einer Hand gehalten wird, lässt sich die Funktionstaste „Fn3“ der GX880 für eine komfortablere Bedienung zum Auslöser umfunktionieren. Darüber hinaus ist das Display auch touchfähig und ermöglicht sowohl ein Auslösen als auch eine Auswahl des Fokuspunktes mit dem Finger direkt am Monitor. Falls das Licht mal schlechter wird, kann am Mini-Gehäuse der GX880 sogar ein kleiner Blitz ausgefahren werden.

Auch wenn das Gehäuse der GX880 recht klein ausfällt, ist Platz für ein 3,0-Zoll-Display und einen eingebauten Blitz.


Beim Sensor setzt der Hersteller auf einen Live-MOS-Sensor mit 16 Megapixeln. Damit die genannte Technik in der kompakten DSLM Platz findet, muss leider der Speicherkartenschacht kleiner ausfallen. Aus diesem Grund arbeitet die GX880 mit den etwas fummeligen microSD-Karten, wie wir sie aus Smartphones gewohnt sind. Die haben zwar eine vergleichbar hohe Speicherkapazität wie klassische SD-Karten, lassen sich beim Kartenwechsel aber schlechter packen und können dabei auch gerne mal auf den Boden fallen. Wer neben Schnappschüssen zusätzlich filmen möchte, kann mit der GX880 in Ultra-HD-Auflösung mit bis zu 30 Bildern in der Sekunde aufzeichnen. Auch der von Panasonic bekannte 4K-Foto- Modus mit bis zu 30 kleineren 8-Megapixel-Bildern pro Sekunde ist mit dabei. Dazu kommt ein WLAN-Modul, um Bilder kabellos zu teilen und die Kamera fernzusteuern.
Bildqualität Der 16-Megapixel-Sensor wirkt zwar in Sachen Auflösung etwas überholt, die Bildqualität kann sich aber durchaus sehen lassen, wie Benjamin Kirchheim von www.digitalkamera.de berichtet. „Helligkeitsrauschen wird erst ab ISO 3.200 sichtbar, Farbrauschen spielt praktisch keine Rolle“, schreibt Kirchheim. Grund dafür sei die gute Rauschunterdrückung, die erst oberhalb von ISO 1.600 messbar feine Details reduziere. Laut Sven Schulz und Paol Hergert von der Computer Bild wird deutlich, dass Panasonic im Vergleich zum Vorgängermodell GX800 die Bildelektronik überarbeitet habe. „Das macht sich bei Schummerlicht bemerkbar: Die Lumix GX880 liefert dann mit höherer ISO-Empfindlichkeit detailreichere Bilder“, heißt es im Testbericht. Es wird allerdings auch angemerkt, dass die Bildverarbeitung bei höheren ISO-Empfindlichkeiten etwas drastischer zu Werke geht und Bilder dadurch schnell etwas flächig werden.

Das sagt die Presse …

Computer Bild: „Die günstige Systemkamera ist ein echter Mini. Sie passt in fast jede Jackentasche und nimmt Fotos und Videos in hoher Qualität auf. […]. Dass die Mini-Kamera einen etwas kleineren Sensor hat, macht sich nur bei Schummerlicht bemerkbar, da liefern Kameras mit größeren Sensoren noch bessere Bilder.“ (Sven Schulz, Paol Hergert)

Digitalkamera.de: „Für die knapp 450 Euro (UVP) bekommt der Käufer einer Panasonic Lumix DC-GX880 eine sehr gute Einsteigerkamera, die selbst ambitionierten Fotografen viele Optionen bietet und damit sogar diesen als Erst- oder besonders kompakte Zweikamera taugt.“ (Benjamin Kirchheim)

dkamera: „Mit kleinen Abstrichen erhalten Fotografen eine fast vollwertige Systemkamera, die in der Praxis gute Dienste leistet. Die Fotos gehören mit 15,8 Megapixeln zwar nicht zu den Bildern mit der höchsten Auflösung, Details gibt die DSLM dennoch gut wieder.“

Unser Gesamturteil

Das hat uns gefallen: Die GX880 ist schön klein und leicht und lässt sich super in der Jackentasche mitnehmen. Vor allem das kleine Pancake-Zoom mit 12-32 mm passt gut dazu. Trotz der kompakten Abmessungen haben ein großes Klappdisplay und ein Blitz im Gehäuse Platz gefunden. Mit der Selfie-Funktion und WLAN zur schnellen Übertragung der Bilder auf das Smartphone ist die GX880 eine gelungene DSLM für Blogger und Reisefotografen.
Hier besteht Nachbesserungsbedarf: Die Arbeit mit microSD-Karten ist manchmal etwas lästig, da sie sehr klein sind und gerne hin und wieder beim Kartenwechsel aus der Hand rutschen. Im Vergleich zum Vorgängermodell hat sich generell nicht viel getan.