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Beratung: Drei kompakte DSLMs für Reisefotografen

Wer mit kleinem Gepäck unterwegs ist, wünscht sich eine handliche und leichte Kamera. Wir haben drei spannende Kandidaten zusammengestellt. Von Thomas Probst

Nach den letzten Wochen mit zahlreichen Einschränkungen kehrt langsam ein Stück weit Normalität in unser Leben zurück. Viele Menschen nutzen die Gelegenheit für kurze Reisen im In- und Ausland, um Energie zu tanken und den Kopf frei zu bekommen. Damit beginnt endlich auch wieder die Zeit, mit der Kamera auf Motive-Jagd zu gehen. Wer noch nach einer kompakten und leichten Kamera sucht, findet bei uns drei empfehlenswerte Kauftipps.

Die Fujifilm X-T30 benötigt dank ihrer kompakten Abmessungen von 118 x 82 x 47 Millimetern kaum Platz in der Fototasche und wiegt mit Akku und Speicherkarte lediglich 383 Gramm. Dass sie im Vergleich zu anderen Kameras recht schmal ausfällt, hängt mit der nur sehr leicht ausgeprägten Griffwölbung zusammen. Da das bei größeren Händen manchmal schwierig sein kann, hat Fujifilm einen separat erhältlichen Handgriff mit der Bezeichnung MHG-XT10 im Sortiment. Dessen Preis fällt mit rund 125 Euro allerdings ganz schön happig aus. Die Fujifilm X-T30 hat sich in vielen Testberichten als eine vielseitige DSLM mit einer erstklassigen Bildqualität bewiesen. Vor allem das sehr geringe Bildrauschen bei ISO 3.200 macht richtig Freude. So sind selbst Aufnahmen bei schwachem Licht kein Problem. Der 26 Megapixel auflösende APS-C-Sensor glänzt zudem mit einer sehr guten Schärfeleistung. Das eingebaute Autofokus-System bietet sage und schreibe 2,16 Millionen Phasendetektionspixel und deckt damit nahezu 100 Prozent der Sensorfläche ab. Darüber hinaus unterstützt der AF eine gezielte Fokussierung auf die Augen. Auch in Sachen Video ist die Allrounderin gut aufgestellt. Die X-T30 filmt in Cinema-4K-Auflösung mit 30 Bildern in der Sekunde. Der Klinken-Stecker für ein externes Mikrofon hat einen Durchmesser von 2,5 Millimetern. Für die meisten Mikrofone mit 3,5-mm-Stecker ist daher ein zusätzlicher, optionaler Adapter nötig.

Mit der OM-D E-M10 Mark III hat der Hersteller Olympus eine kleine und 410 Gramm leichte DSLM im Programm, die häufig im Kit mit dem Pancake-Zoomobjektiv M.Zuiko Digital ED 14-42 mm f/3,5-5,6 EZ angeboten wird. Das Besondere daran: Das Zoomobjektiv deckt eine umgerechnete Brennweite von 28-84 mm (KB) ab und fällt dennoch äußerst kompakt aus. Für den Transport fährt das Objektiv platzsparend ein und wird erst beim Einschalten der Kamera wieder nach vorne ausgefahren. Mit dieser Kombination sind Einsteiger und Hobbyfotografen super ausgestattet. Dank der speziellen Langzeitbelichtungsmodi „Live Bulb“ und „Live Composite“ eignet sich die Kamera auch sehr gut für lange Belichtungen am Abend sowie für Bilder von Sternenspuren. Während für Langzeitbelichtungen ein Stativ hilfreich ist, bietet die E-M10 Mark III bei schwachem Licht auch ohne die zusätzliche Stütze eine hilfreiche Stabilisierung. Der 16,1 Megapixel auflösende Sensor im FourThirds-Format ist beweglich gelagert und kann bis zu vier Lichtwertstufen ausgleichen. Videos lassen sich in Ultra-HD-Auflösung mit 30 Bildern in der Sekunde aufzeichnen. Neben einem elektronischen Sucher ist die außerdem Kamera mit einem klappbaren Touchscreen ausgestattet.

Die Sony Alpha 6400 ist zwar nicht das neueste Modell der 6000er-Reihe, punktet dafür aber mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Beim Gehäuse fällt auf, dass die Kamera nicht ganz so hoch gebaut ist wie die beiden oben vorgestellten Kameras. Dafür fällt sie etwas dicker aus. Das liegt daran, dass der elektronische Sucher nicht nach oben, sondern etwas nach hinten heraussteht. Außerdem fällt der Handgriff etwas größer aus als bei den vorgestellten Fujifilm- und Olympus-Modellen. Mit Akku und Speicherkarte bringt die Sony A6400 nur 403 Gramm auf die Waage. Wie die Olympus OM-D E-M10 Mark III wird auch die Sony Alpha 6400 im Kit mit einem sehr kompakten „Powerzoom“ angeboten, das beim Ausschalten der Kamera platzsparend einfährt. Das E PZ 16-50 mm F3.5 – 5.6 OSS deckt eine umgerechnete Brennweite von 24-75 mm (KB) ab und ist mit einer optischen Stabilisierung ausgestattet. Die Alpha 6400 arbeitet mit Sonys viel gelobtem Augen-Autofokus und kann mit einem AF-System aufwarten, das mit 425 Phasen-AF-Punkten fast die gesamte Sensorfläche abdeckt. Der 24,2 Millionen Bildpunkte auflösende CMOS-Sensor erreicht eine sehr gute Bild- und Videoqualität. Bewegtbilder werden in Ultra HD mit 30 Bildern in der Sekunde aufgenommen. Externe Mikrofone lassen sich über den 3,5 mm großen Klinkenanschluss nutzen. Punkten kann die Kamera auch mit einer sehr guten Geschwindigkeit. So werden Bilderserien mit bis zu elf Bildern in der Sekunde aufgenommen.

Unser Fazit
Unsere drei Kauftipps von Fujifilm, Olympus und Sony erfüllen genau die Kriterien, die eine gute, spiegellose Systemkamera ausmachen. Alle drei Hersteller kombinieren eine moderne Ausstattung, schnelle AF-Systeme und eine gute Bildqualität in einem kleinen Kameragehäuse. Die Fujifilm X-T30 ist unsere Empfehlung, wenn eine hohe Bildqualität bei höheren ISO-Empfindlichkeiten gefragt ist. Die Olympus OM-D E-M10 Mark III ist eine tolle Allrounderin mit nützlichen Langzeitbelichtungsmodi für Landschaftsfotografen. Und die Sony A6400 eignet sich als ideale Begleiterin, wenn gerne Action-Sequenzen mit schnelle Bilderserien aufgezeichnet werden.